Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension] Sternenbrand 2: Blau - Annette Juretzki

 

Titel: Sternenbrand 2 - Blau
Autor: Annette Juretzki

Genre: Science Fiction
Seitenzahl: 287
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Traumtänzer-Verlag
ISBN: (folgt)

Preis: 4,99 (ebook) - 13,95 € (TB)

Bewertung: ★★★★★



Inhalt
Wer eine Waffe unter Freunden tragen muss, hat keine.

Selbst Jonas’ Verbündete innerhalb der Söldnereinheit wenden sich gegen ihn und ihm bleibt nichts anderes übrig, als mit Zeyn zusammenzuarbeiten. Dabei hat der impulsive Außerirdische genügend Gründe, Jonas zu hassen – der Machtkampf um den verträumten Xenen ist nur einer davon. Was macht diesen jungen Mann mit den strahlend blauen Augen nur so besonders?

Als ein alter Feind zu erwachen droht, findet Jonas endlich die Antworten auf all seine Fragen – auch auf jene, die er nie hatte stellen wollen. Umgeben von Lügnern und Verrätern zieht er in einen hoffnungslosen Kampf. Doch wie viel Vertrauen in seine fragwürdigen Verbündeten kann er wagen, wenn doch die gesamte Galaxis auf dem Spiel steht?


Meine Meinung
Endlich erscheint der zweite Teil der Sternenband-Dilogie. Durch den fiesen Cliffhanger des ersten Teils wurde ich in einem Gefühlschaos zurückgelassen. Die Enttäuschung, weil es so abrupt endete und die gespannte Erwartung, wie es wohl weitergeht.

Ich kann wirklich jedem empfehlen, die beiden Bücher in einem Rutsch zu lesen, denn der zweite Teil knüpft nahtlos an den Vorgänger an und startet gleich wieder aktionreich in die Handlung. (Zu Beginn gibt es aber zum Glück eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse aus dem ersten Teil. Das fand ich sehr hilfreich, vor allem um sich die Namen wieder in Erinnerung zu rufen.)

Die Situation auf dem Raumschiff Keora hat sich zugespitzt. Die Crew spaltet sich in zwei Lager: auf der einen Seite xenophobe Menschen und auf der anderen Seite die Aliens mit ein paar Verbündeten. Wer steht auf welcher Seite? Wem kann man noch vertrauen? Als Leser ist man genauso hin und hergerissen wie Xenen & Co.

Die Crewmitglieder, die man im ersten Teilen lieben oder hassen gelernt hat, zeigen ihr wahres Gesicht und ich musste meine Meinung von ihnen hin und wieder revidieren. So wie im echten Leben ist nicht jeder böse, der einen unsympathischen Charakter hat und genauso führt auch nicht jeder etwas Gutes im Schilde, der einem sympathisch erscheint.

Die xenophoben Crewmitglieder sind so darauf bedacht, ihre Pläne durchzuführen, dass sie dabei ihre Menschlichkeit verlieren und selbst zu den grausamen Monstern werden, die sie in den Aliens sehen. Diese Moral ist mir während des Lesens bewusst geworden und das zeigt doch wieder, welche fast schon philosophischen Ansätze das Buch in sich trägt.

Das Ende hat mich etwas überrascht. Es wird keine endgültige Auflösung des Konflikts geboten, einige Fragen bleiben offen. Ich hätte es mir etwas „runder“ gewünscht, andererseits bleibt so auch noch etwas für die Fantasie des Lesers übrig. Und ein wenig Hoffnung bleibt, dass die Autorin ihre Leser noch einmal in dieses tolle Universum entführt!


Fazit
Ich spreche mal wieder eine klare Leseempfehlung aus. Die Sternenbrand-Welt ist so faszinierend, exotisch, tiefsinnig und spannend und bietet darüber hinaus auch noch eine tolle Liebesgeschichte, dass ganz bestimmt viele Leser Gefallen daran finden werden!
Mich konnte die Autorin jedenfalls wieder begeistern und ich bin schon gespannt auf ihre weiteren Werke.

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